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 Der Briard
 

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Mut, Kraft, Ausdauer, Robustheit, Wachsamkeit, Furchtlosigkeit, Selbständigkeit, Aktivität, Geschicklichkeit, Klugheit, hohe Lernfähigkeit und Bereitwilligkeit das sind die Eigenschaften, welche oft auf den Briard zutreffen. Der temperamentvolle Hund braucht  viel Bewegung und von Geburt an viel Kontakt zu Mensch und Umwelt, damit er sich zu einem familien- und kinderbezogenen Hund  entwickeln kann.

Der Briard, erworben bei einem verantwortungsvollen Züchter, eignet sich sehr gut als Familienhund, ist jedoch nach wie vor ein Gebrauchshund. Ja, er braucht geradezu eine Beschäftigung, sei dies wie früher als Herdenhütehund oder heute nunmehr als Sport- und Rettungshund. Gerade wegen seinem überschäumenden Temperament und seinem Tätigkeitsdrang ist es ungemein wichtig, mit ihm Welpenspielstunden und Erziehungskurse zu besuchen.

Herkunft

Der Ursprung des Briard oder auch Berger de Brie, geht wie bei allen Hirtenhunden weit zurück. Es gibt auch einige nicht immer deckungsgleiche Angaben. So sollen einige Exemplare bereits  am Königshof von Karl dem Grossen (768 - 814) gezüchtet worden sein.

Nachweislich wurde in der 1918 zerstörten Kirche von Montdidier ein Schild aus dem Jahre 1371 aufbewahrt, das eine Kampfszene zeigt, wo ein dem Briard ähnlicher Hund gegen den Mörder seines Herrn die Oberhand gewann.

1578 beschreibt Liebaut in "la Maison rustique" einen ähnlichen Hund und im Jahre 1785 liest man in Buffons 36-bändigem Werk von einem "Chien de Brie" der langhaarig und meist schwarz war und zur Bewachung der Herden eingesetzt wurde.

Konkret beschrieben wurde der Briard erstmals 1809 von Abt Rozier. Im Jahre 1863 tauchte der Briard erstmals auf einer Hundeausstellung in Paris auf, 1897 wurde ein erster Standard vom Club für Hirtenhunde erstellt. Nach und nach verschwand der Schlag mit dem wolligen Haar und das Ziegenhaar gewann die Oberhand. 1909 gründeten einige Briard-Freunde den "Club Amis du Briard" und der Standard wurde überarbeitet.

In der Schweiz wurde der Schweizerische Briard Club (SBBC) im Jahr 1971 von den Familien Stuppan, Liniger und Unger gegründet (siehe Verein).

Zu wem passt der Briard

Die Briards passen zu Leuten, die sich  mit dem Hund beschäftigen wollen und können. Die tägliche Herausforderung und eine Aufgabe ist sehr wichtig. Es darf auch sehr viel Betrieb sein oder viele Kinder haben. Wichtig für ihn ist, dass er ernst genommen wird, nicht alleine oder unterbeschäftigt ist. Wenn man zusätzlich zu den Welpen- und Junghunde-Erziehungskursen noch regelmässig eine Gebrauchs- oder Sport-Hundeausbildung machen kann, wird es für den Briard erst richtig schön. Er gibt sich dann sehr ausgeglichen und das Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Besitzer nimmt dauernd zu. Die Briard-Besitzer sollten auch die Fähigkeit haben den Hund zu motivieren, denn dadurch erhält man beim Briard die besten Ausbildungsergebnisse. Vitalen, unternehmungslustigen und selbstsicheren Besitzern ist der Briard sicher der geeignetste Begleiter.

Gesundheit und Pflege

Das Fell des Briard sollte über den ganzen Körper lang und trocken sein. Das trockene, so genannte Ziegenhaar ist entgegen einem wolligen Haar viel weniger pflegebedürftig. Je nach Unterwolle wird der Hund vorzugsweise alle ein oder zwei Wochen gekämmt, damit es zu keinen Verfilzungen kommt. Kastrierte Hündinnen können etwas mehr Aufwand in der Fellpflege erfordern. Sonst braucht der Briard keine spezielle Pflege.

Bei ausgewogener Ernährung ist der Briard sehr vital und ausserorentlich robust. Er ist weder ansprunchsvoll noch kränklich. Deshalb kennt man keine typischen Briard-Krankheiten. Trotzdem der Briard einen relativ langen Magen hat, erleben wir in der Schweiz jedes Jahr nur sehr selten eine Magendrehung. Die Züchter sind sich ihrer Verantwortung bewusst und handeln sehr pflichtbewusst, indem sie nur mit geeigneten Hunden züchten.