nach oben Standard Verhalten Gesundheit Briard in Not


 Der Briard
 

Home
Verein
Der Briard
Zuchtwesen
Agenda
Infos/Downloads
Impressum
Aktualisierungen

 

 

Rassespezifische Verhaltenstendenzen

Ein sicher sozialisierter Briard ist ein sehr treuer und zuverlässiger Begleiter. Er will möglichst immer bei seiner Bezugsperson sein. Deshalb wird er sich immer einen Platz aussuchen, wo er mitten im Geschehen ist. Am liebsten hält er seinen Kopf beim Liegen auf die Füsse, oder dem Schoss der Besitzer. Gegenüber Fremden verhält sich der Briard zurückhaltend, ist jedoch nicht unfreundlich. Er will eben nur selbst den ersten Schritt tun. Dies kommt aus der jahrelangen, zielgerichteten Zuchtselektion, seiner früheren Verantwortung die er als Herdenwachhund wahrnehmen musste. Der Briard besitzt eine ausgeprägte Aufmerksamkeit, ist ausdauernd, wendig und weist eine natürliche Schärfe auf. Der Briard, so sagt man, ist ein Hund mit einem grossen Herzen und ausgeprägter Loyalität zu seiner Bezugsperson.

Was braucht der Briard um sich gut zu entwickeln?

Ein Briard braucht wie jeder andere Hund in erster Linie eine sichere Bindung zu seiner Bezugsperson, daneben sehr viel Bewegung und Zuwendung. Er braucht Familienanschluss und sollte unter keinen Umständen im Zwinger aufwachsen. Schon als Welpe sollte er möglichst viel Kontakt zu Fremdpersonen haben. Die Welpenspielstunde und Junghundeausbildung fördern die Sozialisierung und den Umgang mit anderen Hunden. Der Briard entwickelt sich am Besten, wenn er zu einer oder mehreren Personen ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann. Dies ist mit Zuwendung, gemeinsamem Arbeiten oder Ausbilden und konsequentem Führen zu erreichen. Wenn er das Vertrauen aufgebaut hat ist er sehr lernwillig und ausserordentlich geschickt.

Haltung  und Charaktereigenschaften

Man muss nicht eine grosse Wohnung, ein Einfamilienhaus oder gar einen Garten für den Auslauf haben. Ohne den persönlichen Kontakt, das ausgedehnte Arbeiten mit dem Hund, sind dies ohnehin nur "moderne" Zwinger. Klar, braucht er von seiner beachtlichen Körpergrösse her ein entsprechendes Raumangebot, doch leben viele Briard-Besitzer mit ihren Vierbeinern glücklich in Mietwohnungen.

Der Briard benötigt unbedingt eine Aufgabe, modern ausgedrückt, einen Job! Sonst wird es ihm langweilig und er wird unglücklich. Dann wird er sich aus eigenem Antrieb Dinge aneignen, welche die Umwelt vielleicht nicht so sehr schätzt. Oftmals bellen sie dann alles an, was sich in ihrer Nähe bewegt, denn sie möchten doch auch etwas tun.
Zum anderen ist die Erziehung und Führung des Briards sehr wichtig. Da er bei seiner ursprünglichen Aufgabe nicht nur die Herden hütet, sondern auch beschützt und bewacht, bedingt dies auch heute noch die Eigenschaft, dass er ein gewisses Mass an Selbständigkeit und Entschlussfreude aufweist. Diese Eigenschaften prädestinieren ihn zu dominanzstrebendem Verhalten.

Tja, unsere Briards sind gelehrig und wenn man sie richtig "anpackt" auch hochmotiviert zur Arbeit. Gleichzeitig aber haben sie sehr wohl ihren eigenen Kopf, tragen einen Teil Eigenständigkeit in sich, vor allem aber die Suche nach klaren Positionen - und genau daran scheitern manchmal Briard-Besitzer.  Konsequenz: spätestens jetzt Kontakt aufnehmen mit einer Ortsgruppe des SBBC!

Es ist deshalb unerlässlich, dass sich die Besitzer eines Briards bewusst sind, welche Eigenschaften und Verhaltensweisen es benötigt oder erwünscht sind und gefördert werden sollen, damit eine tolle Beziehung und ein sorgenfreies Zusammenleben ermöglicht werden kann. Ein Briard-Besitzer muss Autorität ausüben wollen und können. Die Gehorsamkeit soll beim Briard auch nicht durch Härte erlangt werden, sondern durch den kontrollierten, tiergerechten Umgang, liebevolle Konsequenz ist gefragt.

Ein Briard ist wiederum etwas anderes als ein klassischer Herdenschutzhund, der nichts mit dem Hüten am Hut hat, sondern aufpassen und verteidigen muß und will. Entsprechend einfacher hat man es in der Erziehung und Einordnung eines Briards im Vergleich zum Herdenschutzhund, aber eben auch im Vergleich zum reinen Hütehund. Warum ? Nun, der reine Herdenschutzhund ist auf absolute Eigenständigkeit hin gezüchtet, der geht nicht erst zum Schäfer melden und anfragen, was man denn jetzt mit dem Bären zu tun gedenke. Er braucht auch kaum Hörzeichen lernen, also sind diese Hunde nicht gerade darauf gepolt, mit einem Menschen zusammen zu arbeiten und machen ihr eigenes Ding. Hütehundebesitzer haben dagegen in der Regel wenig Probleme damit, den Hund zur Mitarbeit zum gemeinsamen Tun zu bewegen – dafür ist ein Hütehund schließlich auch gezüchtet.